Künstler:innengemeinschaft der Tiroler Kunstakademie

Bianca Liedl

Erika Isser

Nach 4 Jahren der intensiven Auseinandersetzung mit den akademischen Grundgedanken des künstlerischen Forschens und Studierens, beginnt sich eine Gemeinschaft Gleichgesinnter zu bilden.

 

Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung und stellen unser gemeinsames Konzept vor, das sich hoffentlich immer weiter entwickeln wird.

 

 

Manifest und Ehrenkodex der Künstlervereinigung TKA

Begrüderinnen: Bianca Liedl und Erika Isser

 

 

„Kunst hat ja auch eine moralische Funktion, ist auch eine Art Religionsersatz und verändert, bildet, untersucht, beglückt, zeigt, provoziert und was sie alles haben wollen. Aber das heißt eben nicht, dass man von ihr eine Art Sozialhilfe erwarten kann, dass sie Zustände anprangert, Machenschaften aufdeckt usw..“ Gerhard Richter

 

 

Wir haben uns zusammen gefunden, einen Kunstbegriff zu leben, der sich abseits von Kunstbetrieb und Kunstmarkt, von Event- und Konsumgesellschaft definiert.

 

Das Kunstwerk bedeutet für uns etwas dem Künstler gegenüber Gleichgültiges. Wichtig ist nicht das „N.N. fecit“ sondern das reine „factum est“.

 

Kunst bedeutet für uns Erforschen und Studieren der Realität durch reines wertfreies Beobachten. Die Anerkennung der Relativität der eigenen Wahrnehmungs- und Wertvorstellungen, sowie Verpflichtung zur Reflexion und Selbstverantwortung sind dabei zentral.

 

 

 

Seit dem 18.Jh. ist der Künstler frei zu schaffen, was er will.

 

Wir stellen uns wieder die Frage nach der Verantwortlichkeit des Künstlers:

ausschließlich die Produktion von Kunstwerken unterliegt keinem anderen Gesetz als der Willkür des Künstlers (Verfassungsrecht: Bundesverfassungsgesetz vom 12.5. 1982 (BGBI 1982 Nr, 262) Art 17a StGG: das künstlerische Schaffen, die Vermittlung von Kunst sowie deren Lehre sind frei.

 

Die Definition des Kunstbegriffes wurde vom österreichischen Verfassungsgesetzgeber unterlassen, weil es unmöglich ist, die Kunst als Rechtsbegriff zu konkretisieren…

 

Voraussetzung für die Freiheit der Kunst ist jedoch, dass zwischen Kunst und Nichtkunst unterschieden werden kann.

 

Wir versuchen, für uns den Kunstbegriff wieder durch Werte und Inhalte zu definieren, um der derzeitige Orientierungslosigkeit und Beliebigkeit entgegen zu wirken und die Kunst aus ihrer Instrumentalisierung für politische, gesellschaftskritische und wirtschaftliche Zwecke zu befreien!

 

Kennzeichen und Maßstäbe unserer künstlerischen Tätigkeit :

 

  • Verbindung und Austausch

 

Unser Ziel ist es, einen Ort der Gemeinschaft und Vernetzung von KünstlerInnen zu schaffen. Es sollte Platz für Austausch, Diskurs, Kritik und Weiterentwicklung des gemeinsamen Gedankengutes sein.

 

  •  Wahrnehmung

 

Wir sehen uns dazu verpflichtet, die eigenen Denk- und Sehgewohnheiten immer wieder zu hinterfragen und erkennen das Sehen als erste schöpferische Tat an.

 

  •  Absichtslosigkeit

 

Unser Beweggrund für künstlerische Auseinandersetzung ist immer ein Forschen, das auf den eigenen Erkenntnisgewinn abzielt.

 

  •  Abstraktion

 

„Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar." Paul Klee

 

Folgt man der absichtslosen Wahrnehmung, der Erforschung dessen, was sich einem zeigt, so kann es nicht um das reine Abbilden gehen. Intuitiv, jedoch nicht beliebig, findet das Ausdruck, was sich einem in diesem Moment zeigt

 

 

Aufgaben und Tätigkeiten nach vereinbartem Termin:

 

Gemeinsames Arbeiten und Besprechen

 

Diskussionsrunden und Austausch

 

Regelmäßige Treffen

 

Gemeinsame Projekte

 

 

 

 

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